CETA: Zollabbau startet im September

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Außenwirtschaft

11. Juli 2017 - Der Handelsteil des Freihandelsabkommens EU-Kanada (CETA) findet ab dem 21. September 2017 vorläufige Anwendung.

Laut einer offiziellen Erklärung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vom 8. Juli 2017 können Zollpräferenzen im bilateralen Warenverkehr mit Kanada ab 21. September angewendet werden. Gemeinsam mit Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, gab Juncker bekannt, dass beide Seiten die Seiten die erforderlichen Schritte zur Ratifizierung des Abkommens getan hätten. Bis zum vorläufigen Inkrafttreten sei ausreichend Zeit, um die notwendigen Umsetzungsmaßnahmen einzuleiten.

Die Anwendung der Ursprungsquoten im Textil- und Bekleidungsbereich (Präferenz bei vereinfachten Ursprungsregeln bis zu bestimmten Höchstmengen) ist nach Angaben der deutschen Zollverwaltung voraussichtlich ab 2018 möglich.

Das vollständige Inkrafttreten aller Teile des Abkommens bedarf noch einer Ratifizierung seitens aller EU-Mitgliedstaaten und ihrer nationalen Parlamente.

Obwohl CETA technisch seit längerem komplett verhandelt und der Abbau von tarifären und nicht-tarifären Handelshemmissen durch vorgezogenes Inkrafttreten des Handelsteil unstreitig war, wurde die Implementierung immer wieder hinausgeschoben.

Bild: © Olaf Schneider / pixelio.de

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