EU und Japan einigen sich auf Freihandel

Japan kirschblüte

Außenwirtschaft

27. Dezember 2017 - Die Europäische Union und Japan haben sich auf ein umfassendes Freihandelsabkommen geeinigt. Das Abkommen könnte im Idealfall noch vor der Europawahl 2019 in Kraft treten.

Nach über vier Jahren haben die EU und Japan ihre Verhandlungen über das EU-Japan Economic Partnership Agreement offiziell abgeschlossen. Das Abkommen war bisher auch unter dem Namen Japan-EU Free Trade Agreement (kurz: JEFTA) bekannt. Es ist das größte bisher von der EU verhandelte bilaterale Freihandelsabkommen und bedeutet eine umfassende Liberalisierung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Zölle auf gewerbliche Waren, so auch für Textilien und Bekleidung, werden mit Inkrafttreten komplett beseitigt.

2018 soll der Abkommenstext rechtsförmlich geprüft und möglichst auch schon unterzeichnet werden. Da es sich um ein "gemischtes" Abkommen handelt, müssen sowohl die EU-Kommission also auch die einzelnen Mitgliedstaaten das Abkommen ratifizieren. Dadurch kann sich der Zeitplan - Inkrafttreten 2019 - noch verschieben. Denkbar ist auch eine vorgezogene Anwendung des Handelsteils wie bei CETA.

Details zum Zollabbau, zu weiteren Aspekten der Liberalisierung sowie zu den Ursprungsregeln im Mitgliederbereich von Gesamtmasche.

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