20 Cent mehr: Kelheim hebt die Preise an

RECHT & WIRTSCHAFT
 
 
 
20 Cent mehr: Kelheim hebt die Preise an
07.09.2021
Die Kelheim Fibres GmbH hat Preiserhöhungen von 20 Cents pro Kilo zum 1. Oktober 2021 angekündigt. Der Viskosefaserspezialist verweist auf historisch hohe Kosten für Energie, Fracht und Rohstoffe.

Alles teurer: Energie, Fracht, Rohstoffe

„Neben der Covid-19-Pandemie treiben eine sich erholende Nachfrage, Störungen in den globalen Frachtsystemen und dramatisch gestiegene Energiekosten – aufgrund von Versorgungsengpässen und Emissionshandelssystemen und deren Folgen – die Kosten von Rohstoffen erheblich in die Höhe und beeinflussen die Lieferketten negativ“, heißt es aus Kelheim. Die Preise für Energie und Fracht befänden sich derzeit weit außerhalb ihrer historischen Bandbreiten – ohne Aussicht auf Entspannung. 

20 Cents mehr

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2021 bzw. soweit es die Verträge und Vereinbarungen zulassen, will Kelheim die Preise für ihr Viskosefasersortiment deshalb um 0,20 €/kg erhöhen. Darüber hinaus werden Frachtkostenanpassungen auf individueller Kundenbasis vorgenommen. In Fällen, in denen Energiekostenanpassungen nicht in den Verträgen und Vereinbarungen enthalten sind, wird ein vorübergehender Energiezuschlag erhoben. “Die Maßnahmen, die wir ergreifen, sind absolut notwendig, um sicherzustellen, dass Kelheim Fibres weiterhin in der Lage ist, Fasern in der Qualität und mit dem Service zu liefern, den unsere Kunden erwarten”, sagt Matthew North, Commercial Director von Kelheim Fibres.

Kostendruck und schwacher Konsum

Preiserhöhungen bestimmen in diesem Jahr den gesamten Fasermarkt. Auch asiatische Fasern sind in den letzten Monaten sprunghaft teurer geworden. Ein großer Teil der Preissteigerungen ist in den überschießenden Frachtraten zu suchen, die für Lieferungen aus Fernost derzeit anfallen. Ein besonderer Engpass hat sich beim Elasthan ergeben – für deutsche Anwender noch verschärft durch den Brexit und die Schließung von Asahi Kasei in Dormagen. Den Herstellern bleibt angesichts strapazierter Margen nichts anderes übrig, als den Kostenanstieg zumindest teilweise weiterzureichen – bis zum Endkunden. Das passt gar nicht zur schwachen Konsumlaune. Während die Produktionskosten am Standort durch staatliche Eingriffe weiter steigen, sinken die verfügbaren Einkommen – teils durch dieselben Eingriffe – weiter.  

Bild: © fotoART by © Thommy Weiss – pixelio.de

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