Freihandelsabkommen mit Singapur und Vietnam

AUSSENWIRTSCHAFT
 
 
 
Freihandelsabkommen mit Singapur und Vietnam
Noch 2019 soll das Freihandelsabkommen EU-Singapur in Kraft treten. Für Anfang 2020 wird der Startschuss für das Freihandelsabkommens EU-Vietnam erwartet

Freihandel mit Singapur  

Noch 2019 soll das Freihandelsabkommen EU-Singapur in Kraft treten. Es ist das erste Freihandelsabkommen, das die EU mit einem Mitglied der ASEAN schließt. Knapp ein Drittel des Handels und zwei Drittel der Investitionen zwischen der EU und der ASEAN entfallen auf Singapur. Singapur behält mit dem Abkommen den schon bestehenden zollfreien Zugang für EU-Waren bei und beseitigt seine Restzölle. Im Gegenzug streicht die EU gegenüber Singapur die Zölle auf über 80 Prozent der Einfuhren. Für zahlreiche Textilwaren gilt jedoch eine Übergangsfrist von drei Jahren, für Bekleidungsprodukte und konfektionierte Textilwaren zumeist sogar von fünf Jahren.

Freihandel mit Vietnam  

Für Anfang 2020 wird der Startschuss für das Freihandelsabkommens EU-Vietnam erwartet. Vietnam gehört zu den weltweit größten Textilexporteuren. Bislang gilt für Bekleidung aus Vietnam ein Zoll von 12 Prozent, bei Inanspruchnahme des APS 9,6 Prozent. Die EU liberalisiert die Einfuhr für über 99 Prozent aller vietnamesischen Waren. Für einige Textilwaren, die als sensibel eingestuft werden, gilt ein Stufenplan über 7 Jahre. Vietnam schafft für 65 Prozent seiner Güter die Zölle bereits bei Inkrafttreten des FTA ab. Darunter fallen auch Maschenstoffe und Gewebe. Die restlichen Zölle gegenüber der EU will Vietnam innerhalb von 10 Jahren vollständig streichen.

↘ Details zu aktuellen Freihandelsverträgen finden Sie im Mitgliederbereich von  www.gesamtmasche.de

Foto: © Robert-Owen-Wahl pixabay
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