Der im Rahmen der Eigenverwaltung durchgeführte Investoren- und Verkaufsprozess hat zu keinem positiven Ergebnis geführt. Auch der zuletzt in den Prozess eingetretene potenzielle strategische Investor hat kurzfristig von einem Einstieg Abstand genommen. Unabhängig davon konnten – trotz Unterstützung durch einen Großteil der Kunden und bereits umgesetzter Restrukturierungsmaßnahmen – keine ausreichenden Abnahmemengen erzielt werden, die für eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Geschäftsbetriebs erforderlich gewesen wären. Hierzu zählte auch die ausbleibenden Aufträge eines wesentlichen Kunden.
„Die Eigenverwaltung hat alle realistischen Optionen zur Fortführung geprüft. Da die erforderlichen Zusagen– einschließlich der Zustimmung eines wesentlichen Kunden – nicht vorlagen, ist eine Fortführung leider wirtschaftlich nicht möglich. Für die Mitarbeitenden ist dies eine schwierige Situation; der Fokus liegt nun auf einer geordneten Abwicklung und bestmöglicher Unterstützung der Mitarbeitenden“, so die Kelheim Fibres Geschäftsführung.
Nach Abschluss der laufenden Ausproduktion werden die erforderlichen Maßnahmen zur Einleitung eines geordneten Stilllegungsprozesses umgesetzt. Betriebsrat und Eigenverwaltung haben einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan vereinbart. Zudem wird eine Transfergesellschaft eingerichtet, um die 400 Mitarbeitenden beim Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse zu unterstützen.