Penn Solutions GmbH stellt Insolvenzantrag Bild: Penn textile solutions

Penn Solutions GmbH stellt Insolvenzantrag

Der traditionsreiche Textilhersteller mit Sitz in Paderborn  musste in den letzten Jahren einen deutlichen Umsatz- und Auftragsrückgang hinnehmen.

Die Penn Solutions GmbH hat am 26. August 2026 einen Insolvenzantrag gestellt und steht unter vorläufiger Insolvenzverwaltung. Der Geschäftsbetrieb des Textilunternehmens wird derzeit fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der 91 Beschäftigten sind zunächst über das Insolvenzgeld abgesichert.

Die Penn Solutions, zuvor bekannt als Penn Textile Solutions und Penn Elastic, blickt auf eine traditionsreiche, jahrzehntelange Geschichte in der Textilindustrie zurück. Die Produktionsstätte in Paderborn deckt die gesamte textile Wertschöpfungskette zur Fertigung von hochelastischen gewirkten Funktionstextilien ab.

Aktuell werden die wirtschaftliche Situation sowie die Möglichkeiten für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens geprüft. „Die wirtschaftliche Ausgangslage ist anspruchsvoll. Wir konnten in den vergangenen Wochen den Geschäftsbetrieb stabilisieren. Unsere Aufgabe ist es jetzt, gemeinsam mit allen Beteiligten die Voraussetzungen für eine tragfähige Fortführungslösung auszuloten. Dabei werden wir sämtliche zur Verfügung stehenden Optionen prüfen“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH.

Penn Solutions verfügt über langjährige Erfahrung und technisches Know-how in der Herstellung gewirkter Textilien. Dieses Know-how sowie die erfahrene Belegschaft bilden nach Einschätzung des vorläufigen Insolvenzverwalters wichtige Grundlagen für eine mögliche Fortführung.

Parallel wird der bereits laufende strukturierte Investorenprozess intensiviert. Ziel ist es, zeitnah eine tragfähige Zukunftslösung für das Unternehmen zu entwickeln und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Ursächlich für die angespannte wirtschaftliche Lage sind insbesondere ein deutlicher Umsatz- und Auftragsrückgang. Nach Angaben der Geschäftsführung belasten zudem hohe Energiekosten, zunehmende Regulierung und der Wettbewerbsdruck durch asiatische Importe das Unternehmen.