Schweiz setzt Zoll für Stoffe und Garne aus

AUSSENWIRTSCHAFT
 
 
 
Schweiz setzt Zoll für Stoffe und Garne aus
Seit 1. Juli 2019 gelten in der Schweiz Zollaussetzungen für textile Vor- und Zwischenmaterialien.

Der Schweizer Bundesrat entsprach mit der Maßnahme einem Gesuch des schweizerischen Textilverbandes Swiss Textiles. Bereits Anfang 2016 hatte die Schweiz die Zollsätze für 60 Tarifnummern vorübergehend auf Null gesetzt. Mit der aktuellen Maßnahme wird die bereits bestehende Zollaussetzung verlängert und deren Geltungsbereich auf insgesamt 522 Zolltarifnummern ausgedehnt.

Durch die Zollaussetzungen spart die schweizerische Industrie Einfuhrzölle in Höhe von 3 Millionen Schweizer Franken pro Jahr. Swiss Textiles begründet den Schritt damit, dass die Branche in hohem Maß auf importierte Vormaterialien angewiesen sei. Deren Beschaffung im Ausland sei mit wesentlich höheren Zollsätzen belastet als die Vormaterialeinfuhr anderer Branchen. Dadurch würden die Enderzeugnisse verteuert. Mit der Maßnahme geht der Schweizer Bundesrat einen weiteren Schritt hin zur angestrebten Aufhebung sämtlicher Einfuhrzölle auf Industriegüter.

Bild: © Gordon Johnson – pixabay.com
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