Die UZK-Reform ist auf der Zielgeraden. Vor allem die Textilbranche hofft, dass die Reform den Billig-E-Commerce eindämmt. Viele Ansätze sind richtig. Aber bei der Umsetzbarkeit gibt es gewaltige Defizite.
Ab dem 27. September 2026 sind Händler und Hersteller EU-weit verpflichtet, Verbraucher umfassender über ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte und gewerblichen Haltbarkeitsgarantien zu informieren.
Das neue Textilgesetz soll die Hersteller stärker in die Verantwortung nehmen. Tatsächlich drohen vor allem neue bürokratische Strukturen – und der Mittelstand zahlt die Zeche.
Mit Joybuy bringt der chinesische Handelskonzern JD.com nicht nur einen neuen Shop nach Deutschland – sondern ein neues System: Günstige Preise kombiniert mit extremer Schnelligkeit.
Das EU-Verbot von Produkten aus Zwangsarbeit kommt 2027 – ohne neue Pflichten, aber mit neuen Risiken. Für den textilen Mittelstand drohen zusätzliche Nachweise, Doppelstrukturen und mehr Bürokratie.
Deutschlands CO₂-Bilanz verbessert sich – weil die Industrieproduktion sinkt oder abwandert. Für das Weltklima ist wenig gewonnen. Jetzt will die Politik mit der Strompreiskompensation gegensteuern.
Das Umwelbundesamt hat eine Studie zu Ökodesign-Kriterien für Textilien veröffentlicht. Die Branche ist alarmiert: Was gut gemeint ist, hätte in der Praxis hochriskante Nebenwirkungen.